Hohe Zinsen und Gebühren bei Kreditkarten

Hohe Zinsen und Gebühren bei Kreditkarten

Kreditkarten

Im eigenen Design, von Silber bis Platin, aus Plastik oder Metall, mit ApplePay oder Cashback-Programm: Kreditkarten sind voll im Trend!

Zu verlockend scheint die zeitlich verzögerte Ratenzahlung von Kreditkarteneinkäufen. Für die Herausgeber und Detaillisten lohnt sich die Vermarktung „eigener“ Kreditkarten gleich doppelt: Nebst der Stärkung der Kundenbindung, fallen für Auslandstransaktionen, Bargeldbezüge, Papierrechnungen und Mahngebühren immer wieder teure Gebühren an.

Bevor wir uns genauer mit dem Prinzip der Kreditkarten vertraut machen, ist es sinnvoll, sich einen Überblick über die unterschiedlichen Arten von Bankkarten, deren Anwendung und der damit verbunden Kosten zu verschaffen:

Bankkarten Schweiz

Es gibt unterschiedliche Arten von Bankkarten, die in der Schweiz täglich benutzt werden. Die entsprechenden Verwendungsmöglichkeiten und damit verbundenen Kosten sind dabei etwas verwirrend. Aus diesem Grund wollen wir aufzeigen, welche Arten von Bankkarten auf dem Schweizer Markt verfügbar, welche Transaktionen möglich und welche Kosten damit verbunden sind:

    • Prepaid-Kreditkarte

      Hierbei handelt sich um eine pro forma Kreditkarte. Denn wie der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um eine Kreditkarte, sondern im Grunde genommen um eine Debitkarte. Um die Prepaid-Kreditkarte nutzen zu können, muss diese vorab mit einem Geldbetrag aufgeladen werden. Die Prepaid-Kreditkarte kann online oder an einer Verkaufsstelle (z.B. Kiosk oder Tankstelle) aufgeladen werden. Dabei fallen Gebühren an, welche meistens einen Prozentsatz des Aufladebetrags ausmachen. Dies ist zugleich das Hauptmerkmal dieser „Kreditkarte“. Ihr grosser Vorteil: man kann nur soviel Geld ausgeben, wie zuvor aufgeladen wurde. Eine Überschuldung ist mit Prepaid-Kreditkarten somit nicht möglich.

    • Maestro-Karte/ Debitkarte

      Die Maestro-Karte ist die am meisten verbreitete Bankkarte der Schweiz. In den meisten Fällen bekommt man sie bei der Eröffnung eines Privatkontos. Bezüge und Zahlungen mit der Maestro-Karte werden dann direkt vom Privatkonto abgebucht. Somit können Sie mit der Maestro-Karte Ihr Guthaben an Geldautomaten abheben, sowie bargeldlos Einkäufe in der Schweiz und im Ausland tätigen. Die Gebühren fallen meistens in Form einer Jahresgebühr sowie zusätzlichen Gebühren für Bezüge an Fremdautomaten im Inland oder Barbezüge im Ausland an.

    • Kreditkarte

      Die Kreditkarte wird immer öfter gleich bei der Eröffnung eines Bankkontos angeboten, ist aber nicht mit einem Girokonto verbunden. Die Banken schüren seit kurzem immer öfter Pakete, welche sowohl Maestro-Karten als auch Kreditkarten beinhalten. Das Verfahren zum Erhalt einer Kreditkarte dauert meistens etwas länger, da die Herausgeber an gesetzliche Vorschriften gebunden sind und sowohl eine Bonitäts- wie auch eine Tragbarkeitsprüfung vollziehen müssen. Wird Ihnen eine Kreditkarte zugesprochen, ist sie automatisch mit einer Ausgabelimite versehen. Diese wird anhand unterschiedlicher Kriterien wie Höhe des regelmässigen Einkommens, bestehende Vermögenswerte und Ihrer Bonität festgelegt. Oft haben Sie zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit, die Limite Ihrer Kreditkarte anpassen zu lassen. Mit der Kreditkarte können Sie sich mit anderen Worten bis zu einem bestimmten Betrag verschulden und die Schuld in Raten abzahlen. Aber Vorsicht! Kreditkartenschulden sind die teuersten Schulden, die man in der Schweiz machen kann. Die meisten Kreditkartenanbieter verrechnen Ihnen 12% Strafzins und sollten Sie Ihr Kreditkartensaldo in den letzten 4 Jahren nicht zumindest einmal auf CHF 0 gebracht haben, zahlen Sie auf Ihre Bezüge womöglich heute noch 15% Zins. Dazu kommen Gebühren für das Abheben von Geldbeträgen im In- und Ausland sowie hohe Kosten für Rechnungen und Mahnungen. Wichtig ist, dass Sie auf jeden Fall darauf achten, dass die Limite nicht zu oft überzogen wird und es zu keinen Unregelmässigkeiten bei den monatlichen Abzahlungen kommt. Bei zu häufigen Überschreitungen der Ausgabelimite, können Herausgeber die Karte sperren und auf die umgehende Begleichung der Gesamtschuld pochen. Auf jeden Fall führt dies zu negativen Einträgen in Registern, was wiederum Ihre Bonität beeinträchtigt und zukünftige Finanzierungen entsprechend verteuert und erschwert.

    • Shopping Card/ Kundenkarte

      Kundenkarten oder auch Shopping Cards genannt, sind auch in der Schweiz ein immer mehr verbreitetes Zahlungsmittel. Der Zweck von Einkaufskarten besteht darin, den Einkaufsprozess zu vereinfachen und den Verkauf zu fördern. Anstelle von Bar- oder Maestro-Zahlungen bieten grosse Warenhäuser „hauseigene“ Kundenkarten an. Gegenwärtig ist ein Trend erkennbar, dass bisherige Kundenkarten vermehrt mit Kreditkarten ersetzt werden. Ob eine Kundenkarte in der Tat eine Kreditkarte ist, lässt sich einfach auf der Karte ablesen. Sollte es sich tatsächlich um eine Kreditkarte handeln, ist auch hier auf die Höhe des Strafzinses hinzuweisen. Handelt es sich um eine reine Kundenkarte mit Teilzahlungsmöglichkeit, sind Sie ähnlich wie bei der Kreditkarte verpflichtet einen monatlichen Mindestbetrag inkl. Zinsen zurückzuzahlen. Ob Kreditkarte oder reine Kundenkarte: in beiden Fällen ist auf die Höhe des Strafzinses hinzuweisen. Der einzige Unterschied ist, dass Sie mit der Kundenkarte lediglich im entsprechenden Geschäft oder der gleichen Kette Einkäufe tätigen können. Mit der klassischen Kreditkarte steht Ihnen beinahe die ganze Welt offen.

Wie funktioniert eine Kreditkarte?

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass fast alle Kreditkarten eines der drei bekannten Logos tragen: Visa, MasterCard oder American Express. Diese Unternehmen bieten Banken und grossen Unternehmen Kreditkartenlizenzen an. Diese geben dann die Kreditkarten in ihrem Design wiederum an ihre Kunden aus. Kreditkarten sind nichts anderes als Kreditlimiten. Der Aussteller der Kreditkarte, in der Regel Ihre Bank, gewährt Ihnen bis zur vereinbarten Limite einen Kredit. Dafür zahlen Sie eine Jahresgebühr und für jeden Bezug Strafzinsen von 12% – 15%.

Viele Konsumenten sind sich der vielfältigen Gebühren und hohen Zinsen bei Kreditkartenbezügen und Teilzahlungen gar nicht bewusst. Schulden auf Kreditkarten werden von den meisten Anbietern mit der gesetzlichen Maximallimite von 12% verzinst. Sollte Sie Ihr Saldo in den letzten 4 Jahren nie auf 0 CHF gebracht haben, zahlen Sie womöglich sogar 15% Strafzins.

In der Schweiz gibt es insgesamt 10 Kreditkartenherausgeber, was unter Berücksichtigung der Vielfalt von angebotenen Kreditkarten erstaunlich ist. Folgend ein kurze Übersicht der bekanntesten Kreditkarten:

  • Cembra Money Bank AG

    Migors Cumulus, TCS Travel, Cosy Card Conforama, Lipo Mastercard

  • Cornèr Banca SA

    Cornèrcard, Energy Card, Diners

  • Swisscard AECS

    Swisscard Cashback, American Express, SWISS Miles & More, Credit Suisse Mastercard/ Visa

  • Viseca Card Services GmbH

    Viseca, Raiffeisen, Migrosbank Mastercard/ Visa, Aargauische Kantonalbank

  • Bonus Card

    BonusCard, Liberty Card

  • UBS

    UBS Mastercard/ Visa

  • PostFinance

    PostFinance

  • TopCard

    Coop Supercard

Kreditkarte vs. Privatkredit

Grundsätzlich sollte man Schulden nicht mit neuen Schulden tilgen. Hält man sich vor Augen, dass Kreditkartenschulden in der Schweiz die teuersten Schulden sind, kann man durch die Aufnahme eines günstigen Privatkredits und Rückzahlung der Kreditkartenschulden beträchtliche Kreditkosten sparen. Ein Privatkredit ist planbarer und erzwingt eine gewisse Disziplin, da nebst den Zinsen auch die Schulden getilgt werden. Im Vergleich zu Privatkrediten ist das Verschuldungsrisiko bei Kreditkarten viel höher.

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